Fairphone – Hier zählt Gerechtigkeit!

Nicht nur in der Textilbranche gibt es immer wieder heftige Diskussionen zur Ausbeutung der Mitarbeiter in den Schwellenländern, sondern auch die Smartphone-Industrie steht in der Kritik. Hungerlöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Überstunden – das ist es, was vielen Herstellern vorgeworfen wird. Hinzu kommen Kindern, die beispielsweise im Kongo Edelmetall aus der Erde in den Minen kratzen müssen und Warlords, die mit dem Handel von Rohstoffen Geld für Kriege verdienen. Nur die wenigsten wollen überhaupt wissen, wie ihr iPhone oder Samsung Galaxy S4 hergestellt wurde. Zu schön ist das Gefühl ein top modernes High-End Gerät in den Händen zu halten, ohne sich mit den Problemen auseinanderzusetzen. Doch genau das möchte das niederländische Start-up Unternehmen Fairphone nun ändern. Sie möchten den Teufelskreis durchbrechen, die Menschenrechte akzeptieren und somit als erstes Unternehmen ein fair produziertes Smartphone auf den Markt bringen. Ob das Gerät nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für den Alltag ist, erfahrt ihr hier.

Fairphone – Hier zählt Gerechtigkeit!

Nicht nur in der Textilbranche gibt es immer wieder heftige Diskussionen zur Ausbeutung der Mitarbeiter in den Schwellenländern, sondern auch die Smartphone-Industrie steht in der Kritik. Hungerlöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Überstunden – das ist es, was vielen Herstellern vorgeworfen wird. Hinzu kommen Kindern, die beispielsweise im Kongo Edelmetall aus der Erde in den Minen kratzen müssen und Warlords, die mit dem Handel von Rohstoffen Geld für Kriege verdienen. Nur die wenigsten wollen überhaupt wissen, wie ihr iPhone oder Samsung Galaxy S4 hergestellt wurde. Zu schön ist das Gefühl ein top modernes High-End Gerät in den Händen zu halten, ohne sich mit den Problemen auseinanderzusetzen. Doch genau das möchte das niederländische Start-up Unternehmen Fairphone nun ändern. Sie möchten den Teufelskreis durchbrechen, die Menschenrechte akzeptieren und somit als erstes Unternehmen ein fair produziertes Smartphone auf den Markt bringen. Ob das Gerät nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für den Alltag ist, erfahrt ihr hier.

Erster Eindruck: Solide

Dem Image angemessen wird das faire Smartphone in einer umweltfreundlichen Verpackung geliefert. Das Gerät an sich sieht jedoch erst einmal aus wie jedes andere Smartphone auch. Auffällig ist, dass es den Trend zu immer flacheren Geräten nicht mitmacht. Mit 170 Gramm und einer Dicke von einem Zentimeter ist das Fairphone verhältnismäßig schwer und dick. Vorteilhaft ist aber, dass es dadurch gut in der Hand liegt und durch den massiven Akku-Deckel aus Stahl sehr hochwertig erscheint. Auch wenn direkt am Anfang deutlich wird, dass es sich hierbei nicht um ein von oben bis unten durchgestyltes Mode-Produkt handelt, haben wir es auch keineswegs mit einem Billig-Handy zu tun.

Technisch gesehen ein Mittelklasse-Smartphone

Da es bei dem Fairphone in erster Linie um die nachhaltige Produktion und weniger um die neuste und innovativste Technik geht, wurde das 4,3-Zoll Gerät lediglich mit mittelmäßigen Features ausgestattet. Im Herzen des Smartphones arbeitet ein 1,2 GHz getakteter Quadcore-Prozessor, welcher mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird und für eine zufriedenstellende Performance sorgt. Dieses flotte Arbeitstempo ist auch dem schlank gehaltenen Android 4.2.2 zu verdanken, welches zwar nicht die neuste Version ist, aber trotzdem alle Funktionen bietet, die man im Alltag braucht. Der 4,3-Zoll Bildschirm ist mit 960x540 Punkten und einer Pixeldichte von 254 ppi ebenso völlig in Ordnung und liefert scharfe Farben. Geliefert wird das Smartphone mit einem frei verfügbaren Speicher von knapp 13 GB, welcher sich allerdings mit einer MircoSD-Karte aufstocken lässt. Die Internetverbindung erfolgt per WLAN oder UMTS-HSAP+, was bei ständigem Surfen und Chatten nicht wirklich ausreichend ist und lange Wartezeiten mit sich bringt. Auch die Kamera ist mit den aktuellen Standards eines Galaxy S3 oder ähnlichen Geräten nicht zu vergleichen. Mit acht Megapixeln macht sie bei gutem Licht zwar erträgliche Bilder, aber dient keineswegs als Ersatz für eine eigenständige Digitalkamera.

Verfügbarkeit des Fairphones

Wer denkt er könnte in einen Technikladen marschieren und das Gerät direkt mitnehmen kann, liegt leider falsch. Denn um ein Fairphone zu bekommen, meldet man sich zunächst via Internet unverbindlich als Interessent und muss dann warten, bis die nächste Produktionsserie fertig gestellt ist. Für 325 Euro kann das Fairphone dann schon bald dir gehören! Seit der Erscheinung des Geräts Anfang Januar wurden bereits 25.000 Exemplare verkauft – ein beachtlicher Erfolg.

Unser Fazit

Wer sich ein Faiphone für einen stolzen Preis von 325 Euro kauft wird das mit Sicherheit eher wegen der moralischen Vertretbarkeit tun, als wegen der technischen Raffinessen. Die Hersteller achten akribisch auf eine gerechte Herstellung mit einem Lohn, der zum Leben reicht, akzeptablen Arbeitszeiten und einem Mitspracherecht für die Arbeiter. Außerdem werden nachweislich keine Rohstoffe verwendet die aus konfliktbelasteten Gegenden kommen. Wir finden, dass so viel Engagement wertgeschätzt werden sollte und finden es beachtlich, wie sehr sich das Start-up Unternehmen abseits unseres Alltags für Menschenrechte und faire Produktion einsetzt. Daumen hoch!

Bildquelle: http://www.blogcdn.com/de.engadget.com/media/2013/11/fairphone.jpg

Von: deinPhone.de 15.01.2014


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