Zum Geburtstag viel Wahres – 10 Jahre iPhone

Wenn ihr diesen Artikel gerade über euer Smartphone lest, dann ist das mittlerweile eigentlich schon der natürliche Zustand unserer Existenz. Wann kommt der Bus? Mal auf’s iPhone gucken. Whatsapp bimmelt. Auf’s iPhone gucken. Gibt sonst nichts zu gucken? Dann lieber auf’s iPhone gucken. Pünktlich zum Geburtstag des Apple Smartphones schauen wir zurück auf die Anfänge und die Entwicklung des Game Changers und auf die Zeit davor…

Zum Geburtstag viel Wahres – 10 Jahre iPhone

(Bildquelle: © FirmBee | Pixabay.com)

Wie war das damals noch? Hatte man sich verlaufen, fragte man seine Mitmenschen nach dem Weg. Oder nach der Uhrzeit. Oder hielt mal Small Talk. Seit 2007 haben wir uns davon immer weiter verabschiedet. Es ist auch einfach so unglaublich bequem. Dass die Rezeptionsgeschichte des erfolgreichsten Handhelds aller Zeiten alles andere als bequem war, vergegenwärtigt uns – pünktlich zum 10. Geburtstag – Brian Merchants Buch „The One Device“, das am gestrigen Donnerstag im Handel erschien. Darin schildert Merchant, seines Zeichens Produzent der Tech-Sparte des Vice Magazines und Gründer von Terraform, die Entstehungsgeschichte des ersten iPhone, Steve Jobs‘ anfängliches Fremdeln mit dem Gerät und entmythisiert dessen stets gepriesene Genialität. Denn entgegen der Apple’schen Geschichtsschreibung, die das iPhone als Materialisierung eines Geistesblitzes vermarktet, bediente sich der Erstling damals bei einer Reihe bereits bestehender Ideen und Technologien. Sei es der Touchscreen, die Handykamera oder das automatische Switchen von Hoch- auf Querformat.

Antreiber Jobs


Der Erfolg des iPhones lässt sich viel mehr mit Jobs‘ Vermarktungsgeschick und seiner Vehemenz, mit welcher er seine Untergebenen antreibt, erklären. Das Hauptaugenmerk lag von Beginn an weniger auf der Innovationskraft, sondern weitaus mehr auf einer makellosen Verarbeitung und einer haptophilen Erscheinung. Alles, vom iPhone selbst bis zum kleinsten Verpackungsteil, wirkt wie aus einem Guss und erhält dank der puristischen Aufmachung etwas Außerweltliches, gar Übermenschliches. Von diesem cleanen Image sind die tatsächlichen Fertigungsprozesse und die damit zusammenhängenden Arbeitsbedingungen wie beispielsweise beim chinesischen Hauptfertiger FoxConn aber meilenweit entfernt. Merchant hat dazu etliche Interviewpartner gefunden und konnte sich unbemerkt auch vor Ort ein Bild machen. Der Kunde indes lebt mit dem Zwiespalt, zu wissen, wie sein geliebtes Handy hergestellt wird und der reinen Bewunderung für dieses hübsche Stück Technik. Wie es anders geht, zeigt der Hersteller Fairphone, der sich sogar ausdrücklich wünscht, dass Apple sie kopiert.

Das Richtige im Falschen


Von den unangenehmen Begleitumständen einmal abgesehen, können wir uns ein Leben ohne das Smartphone und ohne das iPhone im Speziellen gar nicht mehr vorstellen. Und so viel man auch meckern möchte und so oft dem iPhone 6 und aktuell dem iPhone 7 aufgrund fehlender Innovationen der Absturz prognostiziert wurde, so unberührt präsentieren sich die Absatzzahlen beider Modelle. Knapp 78,3 Millionen iPhone 7 Geräte wurden bis zum Jahresendquartal 2016 weltweit verkauft. Das ist zwar kaum mehr als man vom iPhone 6s absetzen konnte, die Erwartungen wurden dennoch übertroffen, gemessen an den Prognosen im Vorfeld. Die Kalifornier können sich also zumindest auf die Treue ihrer Kunden verlassen.

Was bringt das iPhone 8?


Ob uns mit der achten Ausgabe des Kult-Handys mehr Innovationen erwarten, bleibt abzuwarten. Das randlose Display wird in Internetforen immer wieder als mögliche Neuerung genannt. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Materialforschungsabteilung mit Verbundstoffen aufwarten kann, die bei entsprechenden Abmessungen noch genug Stabilität bieten können. Innovationsmöglichkeiten bieten sich nämlich immer nur soweit, wie es die Materialien hergeben.

Wie auch immer zukünftige iPhones aussehen werden, wir bleiben mit euch am Ball und sind gespannt, was wir zum 20. Jubiläum an dieser Stelle retrospektiv schreiben werden.

Von: deinPhone.de 30.06.2017


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