Smartwatch als Überwachungssystem?

Totale Überwachung des Kindes. So lautet wohl das Konzept des Startup-Unternehmen Evado Filip. Das Produkt ist eine Smartwatch speziell für Kinder, die erst einmal ganz cool aussieht, da sie in vielen verschiedenen knalligen Farben produziert wird und somit aus Kinderaugen ein echter Hingucker ist. Was diese Uhr allerdings alles kann ist beängstigend.

Smartwatch als Überwachungssystem?

Totale Überwachung des Kindes. So lautet wohl das Konzept des Startup-Unternehmen Evado Filip. Das Produkt ist eine Smartwatch speziell für Kinder, die erst einmal ganz cool aussieht, da sie in vielen verschiedenen knalligen Farben produziert wird und somit aus Kinderaugen ein echter Hingucker ist. Was diese Uhr allerdings alles kann ist beängstigend.

Gerüchten zufolge ist sie mit einem Peilsender und einem Handy ausgestattet und ist vor allem für 4-11 Jährige bestimmt. Die Hauptfunktion ist also nicht etwa die Anzeige der Uhrzeit, sondern die Ortung des Kindes über GPS, WLAN und über Funkzellen. Aber damit nicht genug. Es lassen sich zusätzlich Sicherheitszonen bestimmen, in denen sich das Kind aufhalten darf. Verlässt es diese wird sofort ein Alarm ausgelöst und der genaue Aufenthaltsort wird an die Eltern gesendet. Heimliche Ausflüge zum Nachbarn auf der anderen Straßenseite gehören damit der Vergangenheit an. Für die wahren Sherlock Holmes Eltern ist dann auch noch ein Mikrofon eingebaut, um auch wirklich alles aufzunehmen, was das Kind macht.

Weiterhin liefert die Uhr einen Kurznachrichtendienst. So können die Eltern z.B. bescheid sagen, wenn das Essen fertig ist. Zweifelhaft ist allerdings inwiefern ein 4-jähriges Kind diese Nachrichten lesen kann und warum es sich in diesem Alter irgendwo rumtreiben sollte, wo man es nicht in Sichtweite hat, sodass man eben persönlich Bescheid sagen kann.

Ganz nützlich kann die Uhr natürlich im Ernstfall sein. Das Kind kann keinen Alarmknopf auslösen, wodurch automatisch bis zu fünf Telefonnummern angerufen werden. Sind die Anrufe erfolglos wird automatisch der Notruf alarmiert. Aber mal ehrlich, wie oft steckt das Kind wirklich in einer Notfallsituation, wo kein anderer Mensch zur Hilfe kommt und den Krankenwagen kontaktieren kann?

Fazit: Solche Erfindungen können nur aus Amerika kommen. Sicherheit schön und gut, aber mich persönlich erinnert das System mehr an die Überwachung eines Gefängnisinsassen als an eine fortschrittliche Smartwatch.

Bildquelle: http://www.chip.de/news/Filip-Kinder-Smartwatch-zur-Totalueberwachung_63319469.html

05.08.2013


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