Immer und überall - Streamingdienste im Vergleich

Mit Smartphone und Tablet können wir ja mittlerweile weitaus mehr als nur chatten, telefonieren oder navigieren. Besonders durch den Ausbau der Mobilfunknetze und immer höhere Übertragungsdaten und durch die sich rapide entwickelnde Hardware der Telefone selbst sind Spiele, Filme und natürlich Musik immer besser auch unterwegs verfügbar. Wir haben für euch einmal die verschiedenen Streaming-Dienste in den Bereichen Film/Serie und Musik unter die Lupe genommen und verraten euch, worauf ihr achten solltet…

Immer und überall - Streamingdienste im Vergleich

 

Die Zeiten ändern sich

Der MP3-Player geht schweren Zeiten entgegen. Wo wir früher noch in minutiöser Kleinstarbeit den Player mit Songs aus dem Festplatten-Fundus bespielt haben, soweit es der begrenzte Speicher zuließ, treten Streaming-Dienste an dessen Stelle. Die Vorteile liegen auf der Hand. Da unsere Musik-Bibliothek ausgelagert wird, stellen sich Platzprobleme nicht mehr. Da sind wir nur an das Sortiment des Anbieters gebunden. Je nachdem, wie breit dieser aufgestellt ist, haben wir so im Grunde jeden unserer Lieblingssongs jederzeit online abspielbereit. Das Angebot ist enorm vielfältig und reicht von den Branchengrößen Spotify oder Deezer bis hin zu eher ungewöhnlichen Namen wie Aldi Life oder Baboom. Das gilt natürlich ebenso für den Film- und Serienbereich. Auch hier gibt es unzählige Anbieter, die jeweils ihre ganz eigenen Vorzüge mitbringen. Daher sollte man sich im Vorfeld im Klaren sein, was genau man sich erhofft und erwartet.

Musik bis die Gehörgänge glühen

Im Grunde kann man den MP3-Player getrost einmotten. Denn das Musikstreaming ist mittlerweile so weitreichend verfügbar, dass es keine speicherplatzfressenden Privatmediatheken mehr braucht. Die meisten Dienste bieten sowohl kostenlose Versionen als auch kostenpflichtige Abos an. Die Vor- und Nachteile sind dabei schnell klar. In der Free Version wird in regelmäßigen Abständen Werbung eingespielt, zudem sind die Inhalte offline nicht speicher- und abspielbar. Das ist für den Heimgebrauch zu verkraften, für die Nutzung unterwegs kann das aber schnell ins Geld gehen. Da muss man abwägen, ob man das Geld nicht doch für ein Abo ausgeben möchte. Diese Abos liegen preislich im Schnitt bei 7 bis 10 Euro im Monat. Dafür bekommt man bei den großen Anbietern aber auch einiges geboten. Die bereits angesprochenen Services als auch bei Apple Music, Napster und Aldi Live (ja, auch der Discounter macht jetzt in Musik) bieten jeweils um die 30 Millionen Songs an.

Man sollte vor seiner Entscheidung unbedingt darauf achten, für welche Betriebssysteme der jeweilige Anbieter geeignet ist. So ist Apples Angebot ausschließlich mit iOS und erst ab Version 8.4 nutzbar. Zudem schauen Blackberry-Nutzer bei etlichen Streamingangeboten komplett in die Röhre. Für den mobilen Gebrauch verringert sich so das Feld potentieller Kandidaten also.

Eine Alternative ist das althergebrachte Internetradio. Wenn man auch vielleicht nicht seine Lieblingssongs permanent parat hat, so kann man aber immerhin das Genre bestimmen. Nagt aber natürlich auch nicht unerheblich am Datenvolumen.


Musik-Streamingdienste im Überblick


Die Videothek in der Hosentasche


Wer nun genug Musik gehört hat und unterwegs, zum Beispiel während der Zugfahrt, lieber einen Film oder Episoden seiner Lieblingsserie gucken mag, hat auch hier ein recht großes Spektrum an Streaminganbietern. Auch hier stellt sich im Vorfeld die Frage, was genau man möchte. Hat man es eher auf Serien abgesehen oder doch auf Filme, sucht man ein Programm für die Kinder oder doch eher interessante Dokus? Aktuell ganz vorne mit dabei sind Netflix und das Film- und Serienangebot von Amazon, das im Prime Abo mitenthalten ist. Beide Anbieter haben eine Vielzahl an aktuellen Serien und Filmen in petto, darunter auch hochwertige Eigenproduktionen. Zudem sind hier in der Regel die originale und die deutsche Tonspur erhältlich. Beide Seiten setzen auf eine ausgewogene Mischung aus Klasse und Masse. Andere Anbieter wie Maxdome oder Watchever haben zwar ein kleineres Angebot, spezialisieren sich dagegen aber auf bestimmte Sparten. Watchever kann so mit einem vielfältigen Programm für die Kleineren punkten, Maxdome (zu ProSieben und Sat1 gehörend) hingegen mit einer großen TV-Show-Mediathek, wo beispielsweise The Voice of Germany zu finden ist. Ein interessantes Konzept verfolgt wiederum Mubi, das sich auf anspruchsvolle Cineasten spezialisiert und immer nur 30 Filme, Arthaus-Produktionen und Klassiker, zeitgleich anbietet.

Wie beim Musikstreaming muss natürlich auch hier geschaut werden, ob es eine Möglichkeit gibt, das Angebot offline zu nutzen. Teilweise können Filme komplett gespeichert oder für einen festgelegten Zeitraum gemietet werden. Natürlich muss beachtet werden, auf welchen Geräten man die Inhalte überhaupt schauen kann. So ziemlich alle Dienste lassen sich auf dem Browser und auf internetfähigen TV-Geräten nutzen, mobile Geräte mit iOS, Android und Windows Betriebssystemen bedient eigentlich auch jeder, die neueren Spielekonsolen ebenso. Bei Blackberry-Devices wird es leider wieder dünn.

Preislich bewegen sich die vorgestellten Dienstleister zwischen 3,33€ und 11,99€ im Monat. Je nachdem, welches Abo und welche Vertragslaufzeit man wählt.


Filme und Serien streamen


Gerade etwas knapp bei Kasse?


Wie sieht es denn mit komplett kostenfreien und dennoch legalen Portalen aus? Gibt es so etwas? Und ob! So können bei Youtube beispielsweise kostenlos ganze Serienepisoden oder Filme geschaut werden. Diese sind nicht mehr ganz taufrisch, aber wer es im Speziellen auf Filmklassiker und Kultserien aus den vergangenen Jahrzehnten abgesehen hat, kann hier wirklich fündig werden. Man sollte generell immer im Kopf haben, dass kein Anbieter Musik oder Filme (legal) ohne Selbstkosten anbieten kann, da an den Künstler und die Verlage dahinter immer Prozentsätze abgetreten werden. Davon lebt ein Künstler immerhin. Die Tantiemen werden entweder durch Gelder der Werbepartner oder eben durch Abonnements eingefahren.

 

Von: deinPhone.de 16.12.2015


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