Sprich mit mir – Google bringt eigene Spracherkennung heraus

Siri kennt eigentlich jeder Smartphone-Nutzer. Ganz gleich, ob er ein iPhone besitzt oder nicht. Der Sprachassistent sorgte bei Erscheinen damals für wahre Begeisterungsstürme. Befehle, die bisher per Hand auf dem Gerät initiiert werden mussten, ließen sich dank Siri nun auch verbal dem Handy vermitteln. Eine Erfolgsgeschichte nach wie vor. Andere Entwickler zogen nach, Microsofts Cortana oder – für den heimischen Universalgebrauch – Alexa haben das Prinzip im Alltag etabliert. Nun bringt auch Google eine eigene Spracherkennung heraus.

Sprich mit mir – Google bringt eigene Spracherkennung heraus

(Bildquelle: © TeroVesalainen | Pixabay.com)


Dass von Google bisher keine entsprechende Technik im Umlauf war
, erstaunt rückblickend schon fast. Nun hat die Weltmarke nachgezogen und präsentiert seine eigene Spracherkennung. Diese hört auf den etwas spröden Namen Google Assistant. Laut Google-Manager Scott Huffman soll der Assistent auf allen denkbaren Systemen und Geräten laufen, pikanterweise auch auf Apple-Geräten. So tritt man in unmittelbare Konkurrenz zu Siri.

Angriff auf Apple und Amazon



Aber macht das Sinn? Durchaus. Denn auch Apple-Produkte sind bisher nicht frei von Google-Diensten, YouTube zählt unter anderem dazu. Google Assistant soll direkter mit den Google-eigenen Diensten verwoben sein. Um sich das eben zu verinnerlichen: die Google-Suche, Googlemail, YouTube, Google Translate und Maps, welche ohnehin schon sowohl unter Android als auch iOS prominent vertreten sind, werden durch die direkte Verknüpfung mit dem Sprachassistenten nochmals gepushed. Per Sprache könnte man so eine fremdsprachige Speisekarte übersetzen lassen, sich direkt im Anschluss die passenden Bilder dazu anzeigen lassen und diese per Mail an einen Freund senden. Alles ohne eine einzige Fingerbewegung,

Googles Ankündigung, den Sprachassistenten auch direkt in Boxen und Lautsprechern einzupflanzen, sollte dann auch Amazon alarmieren. Dort läuft die Promotion für das gleich aufgebaute System Alexa auf Hochtouren. Konkurrenz solcher Größenordnung sieht man sicher nicht allzu gerne.

Die vollständige Vernetzung



Mittelfristig soll die Kommunikation mit Computern via Sprache erreicht werden. Also nicht nur auf dem Smartphone, sondern im ganz alltäglichen Gebrauch. Google selbst will seinen Assistenten dahingehend immer weiter verbessern, um diesem Ziel näherzukommen. Auch die Telefonie könnte so gestaltet werden. Es braucht dann im besten Fall kein Telefon mehr in welcher Form auch immer. Die zentrale Steuerungseinheit, bei Google schlicht Home genannt, soll dann auch zum Telefonieren genutzt werden. Die Software erkennt dabei aber nicht nur, dass eine Stimme mit ihr spricht, sondern erkennt die persönliche Stimme als solche und weiß so zum Beispiel beim Befehl „Rufe meine Mutter an“, wessen Mutter überhaupt gemeint ist. Der Kreativität im Umgang mit Spracherkennung sind also im Grunde keine Grenzen gesetzt. Inwieweit diese Technologie sicher gegenüber Zugriffen unerwünschter Personen ist, wird sich zeigen.

Bisher ist der Google Assistant (man wünscht der Technik für die Zukunft einen gefälligeren Namen) nur Englisch zu haben. Im Sommer sollen dann aber auch die deutsche, japanische und französische Sprachausgabe zu haben sein.



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Von: deinPhone.de 19.05.2017


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